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Rapid TV News-Exklusiv: RTL und Telekom im Streit um IPTV

Zwischen der Mediengruppe RTL Deutschland und der Deutschen Telekom ist ein heftiger Streit um die Verbreitung der RTL-Sender auf der IPTV-Plattform Entertain ausgebrochen.

RTL wirft dem Telekommunikationskonzern offenbar Vertragsbruch vor und droht mit rechtlichen Schritten, wie Rapid TV News von einer mit der Situation vertrauten Person erfahren hat.

 

Vorläufiger Höhepunkt des Schlagabtauschs: Die Telekom entfernte die Pay-TV-Kanäle RTL Crime, RTL Living und Passion am 1. Dezember aus dem Entertain-Angebot. RTL wollte den Einspeisevertrag offenbar zu den bisherigen Konditionen verlängern, während die Telekom Änderungen in den Vertragsbedingungen durchsetzen wollte, mit denen RTL nicht einverstanden war. Der Streit blockiert wohl auch die Einspeisung der HDTV-Angebote von RTL, während die Free-TV-Kanäle der Sendergruppe vorerst weiterhin bei Entertain zu sehen sind.

Es scheint aber eine weitere Verstimmung auch die langfristige Kooperation zur Verbreitung der RTL-Free-TV-Programme zu belasten: Vor drei Jahren hatte RTL mit der Telekom einen Vertrag zur Verbreitung der Free-TV-Sender abgeschlossen. Darin wurde offenbar festgelegt, dass die Programme von den Zuschauern zwar aufgezeichnet werden dürfen, aber das Überspringen der Werbeblöcke unterbunden wird. RTL wirft der Telekom nun vor, die Vorgabe nicht umgesetzt zu haben, obwohl sie drei Jahre dafür Zeit gehabt hätte. Die Kölner erwägen daher, Anfang Dezember gegen die Telekom Klage zu erheben.

In der Vergangenheit hatte RTL stets betont, das Verhindern des so genannten Ad-Skipping sei eine Kernforderung für die Verbreitung seiner Programme in der digitalen Welt, um das werbefinanzierte Geschäftsmodell zu schützen. Mit dem Verhalten gegenüber der Telekom will der Kölner Sender offenbar erstmals zeigen, wie ernst man es damit meint.

Sowohl die Telekom als auch RTL bestätigten auf Anfrage, dass keine Einigung über die Verlängerung des Pay-TV-Vertrags erzielt worden sei. Die Gespräche liefen aber weiter, auch hinsichtlich der Free-TV- und HD-Sender. Zu Details und Hintergründen wollten sich beide Seiten nicht äußern.

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