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Eusanet holt Sat-Internet in Gemeinden

Der Internet-via-Satellit-Anbieter Eusanet (ehemals Internetagentur Schott) setzt erstmals in Europa auf das Ka-Band zur Versorgung einer ganzen Kommune mit Breitband-Internetzugängen.

Seit Mai 2013 steht das schnelle Internet aus dem All in der Gemeinde Niederstetten im Main-Tauber-Kreis bereit. Anwohner in insgesamt sieben angeschlossenen Ortsteilen verfügen damit über Breitbandzugänge mit bis zu 30 Mbit/s im Downlink und bis zu 5 Mbit/s im Uplink. Auf Wunsch können sie einen Telefonanschluss (Voice-over-IP) dazubuchen.

Das Modellprojekt wurde in Zusammenarbeit mit der Breitbandinitiative der Landesregierung von Baden-Württemberg über das federführende Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg umgesetzt. Die Kommunalversorgungslösung ist als Infrastrukturprojekt nach Eusanet-Angaben voll förderfähig und kann für alle interessierten Gemeinden die Kosten für den Breitbandausbau deutlich senken.

Herzstück ist das Satspeed-System von Eusanet für schnelle Internetdienste via Satellit. Diese werden über den Kabelverzweiger in das vorhandene Fernsprech-Ortsnetz eingespeist. Dazu ist lediglich die Erweiterung des Verzweigers um einen Outdoor-DSLAM (ADSL2+/VDSL) notwendig. Hinzu kommen eine Satellitenantenne inklusive Modem für die Zwei-Wege-Verbindung mit dem Satelliten sowie ein Server für das Dienstemanagement und die technische Optimierung. Endkunden benötigen für die Nutzung der Dienste nur ein Standard-DSL-Modem.

Die Lösung ist flächendeckend in ganz Deutschland verfügbar und skalierbar ausgelegt. So wächst sie mit dem Bedarf der Kommunen nach schnellen Internetanschlüssen. Als Komplettdienstleister übernimmt Eusanet neben der Standardinstallation und Inbetriebnahme auch die Anbindung der Satellitenterminals sowie die Infrastrukturmaßnahmen vor Ort.

"Eutelsat stellt mit dieser Form der Breitbandversorgung in der Fläche unter Beweis, dass Internet via Satellit im Breitbandversorgungsmix den Kinderschuhen entwachsen ist und eine unverzichtbare Alternative beim Breitbandausbau in der Fläche darstellt, um Haushalte und kleine Unternehmen schnell und ohne aufwändige Baumaßnahmen an die Datenautobahn anzubinden", erklärte Michael Reiss vom Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz. "Als Treiber der Breitbandentwicklung freuen wir uns ganz besonders über das Modellprojekt Niederstetten - es zeigt ganz konkret kommunale Versorgungsperspektiven auf und liefert damit einen wichtigen Baustein zum Schließen der Breitbandversorgungslücken."

Eusanet führt nach eigenen Angaben derzeit Gespräche mit weiteren Kommunen zur Einführung der Lösung, die Kapazität auf dem Eutelsat-Satelliten KA-SAT (9° Ost) verwendet. Der Satellit kann deutschlandweit 250.000 Haushalte mit Highspeed-Internet versorgen.

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