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Exklusiv: ZDF für Umstieg auf DVB-T2

Das ZDF hat sich beim digitalen terrestrischen Fernsehen für den Umstieg auf das neue Verbreitungsverfahren DVB-T2 ausgesprochen. Das Ziel sei, mit einer Simulcastphase verbraucherfreundlich auf den Nachfolger des derzeit verwendeten DVB-T-Systems umzusteigen, sagte eine ZDF-Sprecherin gegenüber Rapid TV News.

Gleichzeitig betonte die Sprecherin die hohe Bedeutung, die die Terrestrik als Verbreitungsweg für das ZDF habe. Die aktuellen Nutzungszahlen im "Digitalisierungsbericht 2012" der Landesmedienanstalten zeigten, dass DVB-T eine feste Größe im Wettbewerb der Übertragungswege sei und im vergangenen Jahr sogar leicht zugelegt habe. In Ballungsräumen nutzten über 25 Prozent der Haushalte diesen Verbreitungsweg, Zweit- und Drittgeräte, DVB-T-USB-Sticks und andere Kleingeräte eingeschlossen.

"Für den Zuschauer ist der DVB-T-Empfang kostenlos und ohne großen Installationsaufwand nutzbar. Der portable und mobile Empfang von linearen Fernsehinhalten ist ein Alleinstellungsmerkmal der Terrestrik, dies ist mit keiner anderen Empfangstechnik realisierbar", erklärte die Sprecherin. "Die Terrestrik ist außerdem weitgehend unabhängig von Zugangsanbietern, es handelt sich somit um ein Transportmodell ohne Plattformbetreiber. Dies garantiert dem Zuschauer einen direkten, ungehinderten und ungefilterten Empfang ohne den Einfluss Dritter. Sie ist damit ein Musterbeispiel des unverschlüsselten und diskriminierungsfreien Empfangswegs", betonte sie.

"Allein schon aus diesen Gründen gilt es, den terrestrischen Verbreitungsweg aufrechtzuerhalten und unter Nutzung aktueller technischer Entwicklungen zukunfts- und wettbewerbsfähig auszugestalten, dazu steht auch das ZDF." Aus technischer Sicht sehe das ZDF den mittel- und langfristigen Frequenzbedarf für DVB-T2 gleich hoch wie derzeit bei DVB-T, erklärte die Sprecherin. Während der Simulcastphase - der gleichzeitigen Ausstrahlung von DVB-T und DVB-T2 - könne der Frequenzbedarf in einzelnen Regionen für einen kurzen Zeitraum aber auch durchaus höher sein.

Das ZDF habe sich an dem DVB-T2-Modellversuch in Norddeutschland beteiligt, um die Möglichkeiten und Varianten des Systems im Detail kennenzulernen, sagte die Sprecherin: "Wir wissen nun unter anderem, dass uns DVB-T2 in Zusammenhang mit neuen Codierungsalgorithmen die Möglichkeit bietet, alle Programme der ZDF-Senderfamilie ohne Zeitpartagierung in einem Multiplex zu übertragen und dass gleichzeitig gegenüber DVB-T noch Kosteneinsparungen bei der Ausstrahlung erzielt werden können."

Bislang ist noch keine offizielle Entscheidung gefallen, ob in Deutschland DVB-T2 eingeführt wird. Der Nachfolger des derzeit verwendeten DVB-T-Standards ermöglicht mehr Programme und HDTV-Angebote, die Zuschauer benötigen allerdings neue Empfangsgeräte.

Die ARD teilte bereits vor kurzem mit, sie wäre grundsätzlich offen für die Einführung von DVB-T2. Auch die Privatsender zeigen sich aufgeschlossen, sofern damit Kosteneinsparungen verbunden wären.

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